Sardinien überrascht – mit vielen Gesichtern. Was fasziniert mehr - die weißen einsamen Strände oder die wilde, schroffe Bergwelt? Die mondäne Costa Smeralda oder die einfache Welt der Hirten? Eine ganz eigene Welt, nur ein paar Flugstunden entfernt, ganz nah und doch anders.
Jahrelang abseits der großen Touristenströme, hat sich Sardinien seine Schönheit, seine ursprüngliche Natur und seine Traditionen bewahrt. Vielleicht liegt es an der Distanz, die die zweitgrößte Mittelmeerinsel hält: 190 km sind es zum italienischen Festland, 180 km zur afrikanischen Küste. Ein eigener kleiner Kontinent mit 1800 Kilometer Küstenlinie, einer Geschichte, die Jahrtausende vor Christi beginnt, und mit dem Volk der Sarden, stolz und zugleich begeisterte Gastgeber.
Sardinien lockt zu jeder Jahreszeit – mit seinen geheimnisvollen Nuraghen, rund 3000 Jahre alten steinzeitlichen Bauten. Mit atemberaubenden Klippenküsten bei Capo Testa, seinen streitbaren Wandmalereien zu politischen Themen, der sanften und nach Macchia duftenden Luft, den schroffen kargen Felsen im Inselinneren, den Korkeichenwäldern oder dem weißrosa Meer der Mandelblüten im Januar.
Keine zubetonierten Küsten, nicht hektisch, eher zurückhaltend. Eine Insel der Lieder und Geschichten, die mit Grazia Deledda sogar eine Literatur-Nobel-Preisträgerin hervor gebracht hat. Eine Insel, die sich manchmal etwas geheimnisvoll gibt – weil ihre wilde Schönheit immer wieder neu entdeckt werden will.






